Wie oft sollte eine Katze gefüttert werden?

von Pfotenwiese-Redaktion · veröffentlicht am 1. Oktober 2026

Einmal morgens und einmal abends den Napf füllen – für uns Menschen ist das praktisch. Ob dieser Rhythmus auch den natürlichen Gewohnheiten einer Katze entspricht, ist eine andere Frage.

Katzen sind darauf ausgelegt, über den Tag verteilt mehrere kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Deshalb kann es sinnvoll sein, die tägliche Futtermenge auf mehrere Portionen zu verteilen, statt wenige sehr große Mahlzeiten anzubieten.

Eine feste Zahl, die für jede Katze gilt, gibt es allerdings nicht.

Warum Katzen kleine Mahlzeiten mögen

Die natürliche Beute einer Katze ist vergleichsweise klein. Eine Maus entspricht keiner riesigen Tagesportion, sondern einer einzelnen Mahlzeit.

Freilebende Katzen beziehungsweise erfolgreiche Jäger nehmen deshalb mehrere kleine Beutetiere über den Tag und teilweise auch während der Nacht zu sich.

Dieses Verhalten verschwindet nicht automatisch, nur weil unsere Hauskatze ihr Futter aus einem Napf bekommt.

Zwei Mahlzeiten oder lieber mehrere?

Für viele erwachsene Katzen können zwei Mahlzeiten im Alltag funktionieren. Wenn es organisatorisch möglich ist, lässt sich die Tagesration jedoch auch auf mehrere kleinere Portionen verteilen.

Wichtig ist dabei vor allem eines:

Mehr Mahlzeiten bedeuten nicht mehr Futter.

Die tägliche Gesamtmenge bleibt gleich und wird lediglich auf mehrere Portionen verteilt.

Trockenfutter macht kleine Portionen einfach

Trockenfutter lässt sich problemlos abwiegen und über den Tag verteilen. Ein Futterautomat kann beispielsweise auch dann kleine Portionen ausgeben, wenn niemand zu Hause ist.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Trockenfutter unbegrenzt verfügbar sein muss. Gerade Katzen, die bei ständig gefülltem Napf zu viel essen, profitieren eher von kontrollierten Portionen.

Auch Nassfutter lässt sich aufteilen

Mehrere Mahlzeiten sind nicht auf Trockenfutter beschränkt.

Nassfutter kann ebenfalls in kleineren Portionen angeboten werden. Dabei muss allerdings stärker auf Hygiene und Standzeit geachtet werden – insbesondere bei warmen Raumtemperaturen.

Für längere Abwesenheiten gibt es Futterautomaten, die auch für Nassfutter konzipiert sind.

Kitten brauchen häufiger Futter

Junge Katzen befinden sich im Wachstum und haben andere Anforderungen als erwachsene Tiere. Kleinere, über den Tag verteilte Mahlzeiten sind hier besonders sinnvoll.

Wie viel und wie häufig gefüttert wird, hängt unter anderem von Alter, Entwicklungsphase und verwendetem Futter ab.

Ein Futter für ausgewachsene Katzen ist außerdem nicht automatisch für heranwachsende Kitten geeignet.

Senioren und kranke Katzen

Auch bei älteren oder erkrankten Katzen kann die Verteilung der Mahlzeiten angepasst werden müssen.

Bei bestimmten Erkrankungen können Zeitpunkt, Zusammensetzung oder Häufigkeit der Fütterung eine Rolle spielen. Solche individuellen Fütterungspläne sollten mit der behandelnden Tierarztpraxis abgestimmt werden.

Freie Fütterung funktioniert nicht bei jeder Katze

Manche Katzen haben ständig Futter zur Verfügung und halten trotzdem problemlos ihr Gewicht.

Andere würden aus einem immer gefüllten Napf wesentlich mehr zu sich nehmen, als sie benötigen.

Deshalb sollte die Entscheidung nicht nach einer allgemeinen Regel getroffen werden, sondern nach der eigenen Katze. Bleibt ihr Gewicht stabil? Kann sie sich ihr Futter einteilen? Leben mehrere Katzen im Haushalt und bedienen sich gegenseitig an den Näpfen?

Die Tagesration ist wichtiger als die Zahl der Mahlzeiten

Ob eine Katze drei, vier oder mehrere kleinere Portionen bekommt, ist weniger entscheidend als die gesamte Energie- und Nährstoffaufnahme.

Ein sinnvoller Fütterungsrhythmus sollte deshalb zur Katze und zum Alltag ihrer Menschen passen.

Wenn sich mehrere kleine Mahlzeiten organisieren lassen, kommt dies dem natürlichen Fress- beziehungsweise Essverhalten der Katze entgegen. Dafür muss jedoch niemand nachts um drei Uhr aufstehen und persönlich eine Maus servieren – ein geeigneter Futterautomat kann diesen Job übernehmen.