Wie viel Trockenfutter braucht eine Katze?
Eine allgemeingültige Grammzahl für Trockenfutter gibt es nicht. 40 oder 60 Gramm können je nach Produkt und Katze völlig unterschiedlich zu bewerten sein. Entscheidend sind der Energiebedarf der Katze und die Energiedichte des Futters.
Warum Gramm allein nicht reichen
Trockenfutter enthält wenig Wasser und dadurch auf kleinem Volumen vergleichsweise viel Energie. Eine kleine Portion kann bereits einen großen Teil des Tagesbedarfs abdecken.
Zwei Trockenfutter mit derselben Grammzahl können außerdem unterschiedlich viele Kalorien liefern.
Wovon der Bedarf abhängt
Körpergewicht, Idealgewicht, Alter, Aktivität, Haltung, Körperzustand und Lebensphase beeinflussen den Energiebedarf. Eine junge aktive Katze kann deshalb eine andere Menge benötigen als eine ruhige Wohnungskatze mit gleichem Gewicht.
Fütterungsempfehlung als Ausgangspunkt
Die Herstellerangabe ist eine praktische Orientierung, aber keine exakte Dosieranweisung für jede Katze. Sie muss mit Gewichtsentwicklung und Körperzustand abgeglichen werden.
Trockenfutter abwiegen
Eine Küchenwaage ist deutlich zuverlässiger als „eine Handvoll”. Schon wenige zusätzliche Gramm täglich können sich bei energiedichtem Futter über Wochen bemerkbar machen.
Praktisch ist, die gesamte Tagesration einmal abzuwiegen und daraus auch Kroketten für Training, Fummelbretter oder kleine Belohnungen zu entnehmen.
Leckerlis und Mischfütterung mitrechnen
Snacks und zusätzliches Nassfutter liefern ebenfalls Energie. Wer eine vollständige Trockenfutter-Tagesration und zusätzlich eine vollständige Nassfutter-Tagesration gibt, kann den tatsächlichen Bedarf deutlich überschreiten. Wie sich beide Futterarten sinnvoll kombinieren lassen, zeigt der Ratgeber Nass- und Trockenfutter kombinieren.
Gewicht und Körperzustand kontrollieren
Die berechnete Menge ist ein Startwert. Bleibt das Gewicht stabil und passt der Körperzustand, spricht das dafür, dass Aufnahme und Bedarf ungefähr zusammenpassen. Kontinuierliche Zu- oder Abnahme ist ein Anlass, die Ration zu überprüfen.
Bei deutlichem Über- oder Untergewicht
Starke Gewichtsveränderungen sollten nicht mit radikalen Futterkürzungen oder eigenständigen Diäten beantwortet werden. Bei deutlichem Übergewicht, Untergewicht oder Erkrankungen gehört die Rationsplanung in fachkundige beziehungsweise tierärztliche Hände.