Nass- und Trockenfutter kombinieren

von Pfotenwiese-Redaktion · veröffentlicht am 1. Oktober 2026

Nass- und Trockenfutter lassen sich problemlos innerhalb derselben Ernährung einsetzen. Der häufigste Fehler bei der Mischfütterung liegt nicht in der Kombination selbst, sondern in der Menge: Zwei vollständige Tagesrationen ergeben zusammen zu viel.

Warum Mischfütterung praktisch sein kann

Nassfutter kann einen großen Teil der täglichen Ernährung und Flüssigkeitsaufnahme abdecken, während eine abgewogene Trockenfuttermenge beispielsweise für Automaten, Beschäftigung oder Training genutzt wird.

Beide Futtermengen gemeinsam betrachten

Die Fütterungsempfehlungen auf beiden Verpackungen beziehen sich typischerweise auf die jeweilige Verwendung des Produkts. Wer beide vollständig addiert, überschreitet häufig die geplante Energiezufuhr.

Über Kalorien statt nur über Gramm denken

Für eine saubere Aufteilung ist der Energiegehalt hilfreicher als die bloße Grammzahl. Zuerst wird betrachtet, wie viel Energie der Nassfutteranteil liefert; der verbleibende Anteil kann anschließend mit Trockenfutter abgedeckt werden. Die genaue Vorgehensweise zeigt der Ratgeber Wie viel Trockenfutter braucht eine Katze?

Ein einfaches Beispiel

Benötigt eine Katze als Orientierungswert 200 kcal am Tag und das gefütterte Nassfutter liefert 140 kcal, verbleiben rechnerisch 60 kcal für Trockenfutter und weitere energieliefernde Extras. Wie viele Gramm das sind, hängt von der Energiedichte des konkreten Trockenfutters ab.

Getrennt oder zusammen im Napf?

Nass- und Trockenfutter müssen nicht zwingend in derselben Schale vermischt werden. Viele Halter geben beispielsweise Nassfutter zu festen Mahlzeiten und nutzen Trockenfutter separat im Automaten oder Fummelbrett.

Leckerlis nicht vergessen

Auch Snacks gehören zur Gesamtenergie. Werden Trockenfutterkroketten als Belohnung eingesetzt, können sie direkt aus der abgewogenen Tagesportion genommen werden.

Im Mehrkatzenhaushalt

Bei mehreren Katzen kann Mischfütterung unübersichtlich werden, wenn frei verfügbares Trockenfutter herumsteht. Individuelle Portionen oder chipgesteuerte Näpfe können helfen, die Aufnahme einzelner Katzen besser zu kontrollieren.

Die Katze beobachten

Gewichtsentwicklung, Körperzustand, Appetit, Verdauung und Trinkverhalten zeigen langfristig, ob die gewählte Aufteilung zur Katze passt.